Das Scouting 4daagsekamp existiert mittlerweile seit 37 Jahren und hat sich damit eine reiche Geschichte aufgebaut. Was 1986 als „normale“ Vermietung des Geländes von Scouting Keizer Karel an eine teilnehmende Pfadfindergruppe des Nijmegener Vierdaagses begann, hat sich inzwischen zu einer internationalen Veranstaltung entwickelt.

Das erste „Camp“…

Das erste Camp fand im Jahr 1986 statt. Mehrere Pfadfindergruppen aus dem ganzen Land wollten am Vierdaagse von Nijmegen teilnehmen und suchten eine Übernachtungsmöglichkeit. Das Gelände von Keizer Karel war ideal: relativ nah am Startpunkt, schön im Wald gelegen und mit echtem „Pfadfindergefühl“… Besser ging es kaum. Aber bei Keizer Karel sah man das anders: Als Pfadfinder hilft man einander – und so kam es, dass innerhalb weniger Monate ein Komitee gegründet wurde, um die Pfadfinder auf dem Gelände zu unterstützen. Anfangs nur mit der Verpflegung, aber bald gehörte auch ein Weckdienst zur festen Organisation.

Erweiterung

Als immer mehr Teilnehmer den Weg zum Camp fanden, wurde das Gelände von Keizer Karel zu klein. Die benachbarte Gruppe hatte ein Gelände und Helfer anzubieten. Im dritten Jahr (1989) beteiligte sich daher Scouting Paul Kruger an der Organisation. Doch auch die Wünsche der Teilnehmer änderten sich. Rückkehrende Pfadfinder sehnten sich nach einem langen Wandertag nach Fußpflege. Das Rote Kreuz bot seine Hilfe an und übernahm für einige Jahre die Fußpflege auf dem Gelände – allerdings nur dort, denn mobile Versorgungsstationen gab es noch nicht.

Medizinische Versorgung

Als sich das Rote Kreuz nach einigen Jahren mehr auf den eigentlichen Vierdaagse konzentrierte, geriet die Versorgung im Camp in Gefahr. Eine Lösung musste her… Über Kontakte entstand eine Verbindung zur „Radio Interesse Stam“ (RIS). Diese konnten die medizinische Versorgung übernehmen – insbesondere auch unterwegs. Ein zusätzlicher Vorteil waren die Kommunikationsverbindungen, die die RIS aufbauen konnte. Damals ein modernes Mittel, um Kontakt zwischen Versorgungsstationen und dem Campgelände zu halten.

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1993 – Selbstgebaute Tragen im Wölflingsraum (1993)

Aus dieser Entwicklung entstand später die „Medizinische und Erste-Hilfe-Stammesgruppe“, die die medizinische Versorgung übernahm.

Inzwischen hatte auch die damalige Organisation „Vrienden van Scouting“ (VVS – Freunde der Pfadfinder) angesichts des Erfolgs ein eigenes kleines Camp mit denselben Zielen aufgebaut. Anfangs waren die Kontakte minimal, aber letztlich verfolgten beide Seiten dasselbe Ziel. Im Laufe der Zeit wurde dann zusammengearbeitet. Unter dem Namen „Scouting 4daagsekamp“ wurden gemeinsame Werbekampagnen gestartet, z. B. beim Scout-In. Ziel war es immer, neue Pfadfinder mit dem Scouting 4daagsekamp bekannt zu machen.

Funkstille

Im Laufe der Jahre nahmen Internet, Mobilfunk und andere mobile Kommunikationsmittel zu. Damit wurde der Aufbau eigener Funkverbindungen überflüssig. Die Aufgaben der RIS verschwanden nach und nach, und schließlich nahm sie nicht mehr teil. Die Medizinische und Erste-Hilfe-Stammesgruppe blieb jedoch treu – bis heute besteht eine hervorragende Zusammenarbeit.

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1994 – Material der Radio Interesse Stam im Gruppenraum, bereit zum Aufbau

Rückschläge

Für Scouting Paul Kruger begannen arbeitsreiche Zeiten. Dies war der Grund, warum sie sich nach einer Weile aus der Organisation zurückzogen. Für das Scouting 4daagsekamp war das eine Herausforderung. Dürften wir das Gelände noch nutzen? Was würde das für die Finanzen bedeuten? Weniger Teilnehmer auf dem Gelände bedeutete auch weniger Einnahmen. Glücklicherweise wurde im gegenseitigen Einvernehmen eine Lösung gefunden, sodass das Camp nicht gefährdet war. Leider musste auch das von der VVS organisierte Camp nach einiger Zeit aufhören. Glücklicherweise konnten wir einige Teilnehmer und Helfer aufnehmen. Heute gibt es nur noch ein Scouting 4daagsekamp – auf dem Gelände von Scouting Keizer Karel und Scouting Paul Kruger an der Sophiaweg in Nijmegen.

Weitere Rückschläge

Nach dem Rückzug von Paul Kruger und VVS war das Camp einige Jahre gut ausgelastet. Doch der Erfolg hatte seinen Preis. Die Lebensmittelaufsicht war mit der Küche unzufrieden, die Feuerwehr äußerte Bedenken wegen der großen Menschenmenge auf engem Raum, und es wurden zahlreiche Vorschriften erlassen. Es gab Teilnehmerobergrenzen, die Anzahl der Toiletten und Duschen musste angepasst werden, überall mussten Ablaufpläne und Protokolle erstellt werden. Das bedeutete viel mehr Arbeit – besonders im Vorfeld des Camps – und auch deutlich höhere Kosten. Letzteres hatte spürbare Auswirkungen auf die Art der Organisation.

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2002 – In der Küche, als die Regeln noch nicht so streng waren

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1995 – Seepfadfinder „Het Zuiderkruis“ an der Lagerfeuerstelle

Stiftung Scouting 4daagsekamp Nijmegen

Am 18. Juli 2017 wurde die Stiftung Scouting 4daagsekamp Nijmegen durch notarielle Beurkundung offiziell gegründet. Satzung und Geschäftsordnung wurden festgelegt und sind beim Sekretär der Stiftung erhältlich.

 

stichtingsbestuur

Stiftungsvorstand (2017)